Ralf Maltzen, Sprecher im Track Brand Wikization

Veröffentlicht am 15. Juni 2007 um 9:44 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

maltzen_wide.jpg

Ralf Maltzen leitet die Abteilung CRM und Internetmarketing der Marke Volkswagen und verantwortet sowohl operativ die nationalen als auch strategisch die internationalen Aktivitäten in diesem Bereich.

Seine Karriere bei Volkswagen begann er Ende 2000 mit dem Aufbau der neuen Abteilung „E-Commerce“ innerhalb des strategischen Konzern-Marketings.

Zuvor war Ralf Maltzen seit 1998 Internet-Manager bei BMW, Vertrieb Deutschland, und setzte neue Internetprojekte im Bereich des Online-Marketings um. Seine berufliche Laufbahn begann er 1995 nach dem Studium bei der Popnet AG, an deren Aufbau und Wachstum er maßgeblich beteiligt war.

in , | Permalink

Peter Figge, Sprecher im Track Brand Wikization

Veröffentlicht am 15. Juni 2007 um 7:18 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

figge_wide.jpg

Dr. Peter Figge (42) ist seit 2005 CEO der Multi-Channel-Agentur Tribal DDB Germany mit Fokus auf vernetzten Kommunikationslösungen in einer digitalen Welt. Von 2000 bis 2005 war er als Mitglied eines weltweiten Boards am Mitaufbau des internationalen CRM-Networks Proximity der BBDO beteiligt und als Geschäftsführer von Proximity Germany tätig.

Peter Figge verfügt über eine 15-jährige internationale und nationale Erfahrung in Marketing-, Kommunikations- und CRM-Beratung für globale Marken und große Institutionen mit Tätigkeiten in Hong Kong, Paris, Zürich und Hamburg. Von 1995 bis 2000 war er im Management und in der Geschäftsleitung bei KNSK, BBDO in Hamburg beschäftigt.

Sein internationales Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing hat er an der Université Fribourg in der Schweiz absolviert.

in , | Permalink

Matthias Schrader, Sprecher im Track Brand Wikization

Veröffentlicht am 24. April 2007 um 11:36 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

schrader_wide.jpg

Der Gründer und Vorstandssprecher von SinnerSchrader nimmt mit seinem Vortrag "Creating Radical Relationships" das Motto der next07 "Alle Macht dem Konsumenten!?“ auf. Seine Vision: Der interaktive Konsument wird das Marketing revolutionieren. Der Konsument hat das Internet zu dem zentralen Ort gewählt, von dem aus er Produkte und Services erleben will und Beziehungen zu Unternehmen aufbaut.

Vergleicht man die Berührungspunkte zwischen Konsument und Marke, liegen die digitalen Kanäle bereits jetzt klar vorn: Konsumenten verbringen im Internet mehr Zeit mit der Marke als in anderen Medien, und sie setzen sich intensiver damit auseinander.

Aus dieser Entwicklung, die das Marketing fundamental verändern wird, leitet Matthias Schrader die entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen ab.

in , | Permalink

Bernd M. Michael über den Fluch des Kontrollverlustes

Veröffentlicht am 27. März 2007 um 17:51 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

Bernd M. Michael hält die Keynote zum Thema Brand Wikization. Ein Interview.

Das Schlagwort Brand Wikization ist noch weitgehend unbekannt. Wikis sind Wissenssammlungen, bei denen jeder mitmachen kann. Auf Marken übersetzt bedeutet das sinngemäß, dass jeder Kunde an dem Markenbild „herumdoktern“ kann. Ist das eher ein Drohszenario oder ein Heilsversprechen?

Bernd M. Michael: Es ist die Chance, das Ohr noch näher am Markt zu haben. Es ergänzt die eigene strukturierte Motiv- und Marktforschung um eine ungewichtete offene Zielgruppe, die eher als Stimmungsbild denn als rechenbare, verbindliche Einflussgröße zu betrachten ist.

Schon John Naisbitt hat in seinem Buch Megatrends in den 80er Jahren geschrieben: „Minoritäten werden in Zukunft Majoritäten in unserer Welt dominieren.“ Die Mitsprache der Konsumenten, die heute durch die neuen Technologien möglich wird, sind ein willkommenes Echo, das man in dieser Form früher nie hören oder lesen konnte.

Können Sie Beispiele nennen, wo diese Form der Partizipation bereits funktioniert?

„Funktioniert“ ist ein zu anspruchsvolles Wort. Die Unternehmen haben noch keine systematischen Strukturen geschaffen, um diese „Hightech-Volkesstimme“ zu quantifizieren und zu qualifizieren und in den eigenen Entscheidungs-Prozess einzubeziehen.

Umfassende Erfahrungen liegen bereits mit Communities vor, aus denen verstärkt Meinungen, ja sogar Anregungen und Ideen aus dem täglichen Leben mit den Marken und Produkten an den Hersteller zurückgegeben werden. So gesehen addiert sich zur eigenen Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung plötzlich eine ausgelagerte Ideenabteilung in Form der Nutzer und Käufer der Produkte.

Soviel ich weiß, hat die Firma Apple in ihren Outlets bereits eine systematische Erfassung von Kundenfragen und Kundenideen eingerichtet, die wöchentlich in einem Zentralcomputer gesammelt und ausgewertet werden. Große Markenartikler wie P&G, Unilever, Nestle etc. experimentieren in diesem Feld auch, um einen professionellen Standard zu erreichen.

Was muss sich am Selbstverständnis der Marketingabteilungen ändern, damit von der Brand Wikization beide etwas haben, Kunde und Marke?

In den Marketing-Abteilungen muss sich gar nichts ändern. Bisher hat das Marketing ab und zu mal über Zuschriften oder Anrufe eine Reaktion von den Konsumenten erhalten. In der Mehrzahl Reklamationen.

Heute öffnet sich dieser Bereich auf ein wesentlich größeres Echo im Guten wie im Bösen und gibt größere Entscheidungssicherheit, wenn man diese Konsumentenreaktionen regelmäßig und systematisch auswertet. Und ich kenne keinen Produktmanager, der sich diesem Thema verschließt. Im Gegenteil, irgendwann kommt die interessante Frage auf: Wieviel eigene Marktforschung muss ich überhaupt noch machen, um gesicherte Ergebnisse aus dem Volk zu hören?

Vielleicht wird Brand Wikization das heimliche Marktforschungs-Werkzeug der Zukunft. Schaun wir mal. Es wäre unter Economy-of-scale-Gesichtspunkten ein absolutes Wunschbild, weil es keine authentischere und aktuellere Methode geben könnte. Wenn sie sich denn seriös hochrechnen lässt.

in , , , | Permalink | Kommentare (1) | TrackBacks (1)

Bernd M. Michael, Keynotesprecher Brand Wikization

Veröffentlicht am 27. März 2007 um 17:31 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

„Brand Wikization oder: Wieviel Macht haben Kunden über Marken?“ Dieser Frage stellt sich der ehemalige Chairman und CEO der Grey Global Group Europe, Middle East and Africa in seiner Keynote. Der international anerkannte Markenprofi ist heute Inhaber des BMM Büro für Markenarchitektur in Düsseldorf.

Bernd M. Michael hat sich in drei Jahrzehnten mit Vorträgen, Artikeln, Interviews und Buch-Veröffentlichungen im Bereich Marke und Markenführung engagiert. Zum 50-jährigen Jubiläum von Grey in Deutschland hat er das „Werkbuch M wie Marke“ herausgegeben: 1.800 Seiten für alle, die Marken führen, fühlen und denken. Sein persönliches Markenzeichen: die rote Krawatte.

Bernd M. Michael nimmt Aufsichtsrats- und Beiratspositionen in mehreren deutschen Unternehmen ein und lehrt als begeisterter Harvard- und IMD-Alumnus an Business Schools und Universitäten in Europa und China. Bis Oktober 2005 war er Chairman und CEO der Grey Global Group Europe, Middle East und Africa, der größten Region der weltweiten Grey-Agenturgruppe mit 294 Büros in 50 Ländern und ca. 6.600 Mitarbeitern. Bis Oktober 2003 war Bernd M. Michael Präsident der EACA (European Association of Communications Agencies). In den 90er Jahren war er Vorstandsmitglied und später auch Präsident des GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen).

Michael ist Dozent an der European- und Düsseldorf-Business School sowie an der Tongji University und Jiao Tong University in Shanghai. Er nahm und nimmt führende Positionen in mehreren berufsständischen Organisationen wie dem ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft), dem Deutschen Marketing-Verband, YPO (Young Presidents’ Organization) und der CEO (Chief Executives Organization) ein.

in , , | Permalink